Bioenergie - Nachricht

Informationsausflug nach Breese-Gümse

28.06.2010 16:18 von Claudia Scheil

Fachwerkhaus mit Besuchergruppe in Breese-Gümse

20 Thomasburger Bürger folgten der Einladung des Biogasanlagen- und Nahwärmenetzbetereibers Hans-Jörg Siemke aus Breese in der Marsch zu einem Informationsbesuch am Abend des 25.06.2010. Das Dorf Breese bei Dannenberg gehört neben Volkfien und Thomasburg zu den Preisträgern des Wettbewerbs der Bioenergieregion Wendland-Elbetal. Hier existiert bereits seit drei Jahren ein dörfliches Nahwärmenetz, dass von einer Biogasanlage gespeist wird.

Das Projektteam Bioenergiedorf Thomasburg hatte alle interessierten Thomasburger Bürger zum Bilden von Fahrgemeinschaftenen an das zentrale Feuerwehrhaus gebeten, um die Kosten für den gemeinsamen Ausflug möglichst niedrig zu halten und die Umwelt zu schonen. Henning Schmidts "antiker" Bus übernahm dabei die Hauptlast und nach nur 35 Minuten Fahrt erreichten wir pünktlich den Treffpunkt mit unserem "Fremdenführer" Jörg-Heinrich Siemke an der Biogasanlage außerhalb von Breese in der Marsch.

Hier erklärte Siemke kurz die Funktion der Biogasanlage, die sich deutlich von der in Thomasburg unterscheidet. Es handelt sich um eine sogenannte Trockenfermentationsanlge in der aus landwirtschaftlichen Reststoffen wie Festmist, Sortierkartoffeln und Grasschnitt zusammen mit Maissilage in so genannten Garagenfermentern Biogas gewonnen wird. Der Vorteil dieser Anlage ist ihre Unempfindlichkeit was die Reinheit und die Zusammensetzung des Gärsubstrats angeht, denn es muss weder gerührt noch gepumpt werden. Besichtigt werden konnten sowohl der Biogasmotor zur regulären Strom und Wärmeproduktion (BHKW) als auch der Biogas-Heizkessel, der die Wärmeversorgung der Breeser Haushalte sicher stellt wenn der Motor ausfallen sollte. Allerdings waren alle froh als die schalldichte Tür zum Maschinenraum wieder geschlossen wurde.

Im Ort Breese erklärte Jörg-Heinrich Siemke den Thomasburgern dann die Funktion des Holzhackschnitzelkessels, der die Spitzenlast in den Wintermonaten abdeckt und im liebevoll restaurierten, ehemaligen Feuerwehrgerätehaus untergebracht ist. Besonders interessierte natürlich die Wärmeübegabestation, wo die Wärme aus dem Nahwärmenetz die Haushalte erreicht. Alle Teinehmer, die einen Blick in den Heizungsraum im Bürohaus von Siemke warfen, stellten fest, wie klein und unauffällig die Anlage ist.

Als Dank an Jörg-Heinrich Siemke übergab das Projektteam Bioenergiedorf Thomasburg anschließend einen Geschenkkorb mit Thomasburger Produkten.

Wir hoffen, dass dieser Informationsausflug dazu beitragen konnte Fragen zu klären und Skepsis gegenüber der Technik eines Nahwärmenetzes abzubauen. Wenn Sie Interesse haben sollten, sich im Projektteam Bioenergiedorf Thomasburg für umweltfreundliche und nachhaltige Energieerzeugung und Energieverbrauch in unserem Dorf einzusetzen - Mitstreiter sind hoch willkommen!

Sprechen Sie uns gerne an.

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